September 1960

Erster Hit des Tamla-Motown-Labels


Als «Shop Around» von The Miracles veröffentlicht wurde, war es der erste von vielen Hits des Tamla-Motown-Labels. Das Pop-Soul-Label, welches in Downtown Detroit ansässig war und Berry Gordy gehörte, wurde später als Hit Factory bezeichnet. Das Label prägte das pop-Jahrzehnt mehr als jedes andere Label und produzierte mehr als 100 Singles von Künstlern wie Stevie Wonder, den Supremes und den Temptations.

October 1962

James Brown: Live im Apollo


Das Album «Live at the Apollo» von James Brown war das erste millionfach verkaufte R&B-Album und eine Momentaufnahme von einem der grössten Soul-Acts. Durch das Album etablierte sich Brown als R&B-Superstar, worauf das Album im Jahr 1998 in die Grammy Hall-of-Fame aufgenomen wurde, und 2003 vom Rollig Stone Magazin auf Platz 25 seiner Liste der 500 besten Alben aller Zeiten gesetzt wurde.

December 1964

Sam Cooke wurde erschossen


Der in Chicago aufgewachsene Sam Cooke war ein wichtiger Architekt der Soulmusik, der es schaffte, Gospel und Pop miteinander zu verbinden und somit Generationen von Sängern beeinflusste. Als Mitglied von The Soul Stirrers wurde er in den 1950er Jahren zum Gospel-Star, bevor er mit dem Klassiker «You Send Me» einen Nummer-1-Hit landete. In den frühen Sechzigern war er in den Top 40 vertreten, als seine Karriere, bei einem noch immer umstrittenen Vorfall, im Dezember 1964 beendet wurde. Eine Hotelmanagerin behauptete, sie hatte den Sänger in Notwehr erschossen, nachdem er angeblich versucht hatte, eine 22-jährige Frau zu vergewaltigen und sich dann gegen sie gewandt hatte. Der Gerichtsmediziner entschied, dass es sich um einen gerechtfertigten Mord handelte, aber die Umstände der Schiesserei waren nach wie vor unklar. Elf Tage nach seinem Tod wurde Cooke's grösster Song «A Change Is Gonna Come» veröffentlicht. Er basierte auf seiner eigenen Erfahrung, als er aus einem Motel in Louisiana, das nur Weissen vorbehalten war, abgewiesen wurde, und wurde zu einer Hymne der Bürgerrechte und zu einem der Meilensteine der 1960er Jahre.

December 1967

Otis Redding stirbt bei Flugzeugabsturz


Es war ein Meilenstein in der Geschichte der Popmusik, als Otis Redding's unglaublicher Auftritt beim Monterey Pop Festival, nur sechs Monate vor seinem Tod, einem staunenden und elektrisierten weissen Rockpublikum die Soulmusik näherbrachte. Am 10. Dezember 1967 starb Redding bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Madison, Wisconsin, wo er an diesem Abend auftreten sollte. Zu dieser Zeit war Redding gerade dabei, die Aufnahmen von «(Sittin' On) the Dock of the Bay» abzuschließen. Ein «Folk-Soul»-Monument, das die rassistische und soziale Verheissung jenes Auftritts in Monterey in einen der kraftvollsten Songs aller Zeiten verwandelte. Redding etablierte sich mit Hits wie «Try A Little Tenderness» und seiner knallharten Coverversion von «Satisfaction» von den Rolling Stones als lebendige Kraft des R&B. «Elvis war der König des Rock», sagte Steve Cropper von Booker T & the MGs, dem nach Reddings Tod die Aufgabe zufiel, die endgültige Version von «Dock of the Bay» zu mischen, «Otis war der König des Soul».

August 1969

Woodstock Festival


Das groovigste Ereignis der Musikgeschichte - das Woodstock Music Festival - zu den Klängen von Jimi Hendrix' E-Gitarre geht zu Ende. Drei Tage lang wurden im Bundesstaat New York Frieden, Liebe und Rock'n'Roll gefeiert.

May 1971

Marvin Gaye's «What's going on»


Marvin Gaye ist zweifellos einer der bekanntesten Motown-Künstler in der Musikwelt. Trotz seiner weichen Stimme war er auch dafür bekannt, dass er über Themen wie den Vietnamkrieg, Drogen und die Wirtschaft nachdachte. Insbesondere in seinem Album «What's Going On», welches im Frühjahr 1971 veröffentlicht wurde. Zu dieser Zeit war es in Motown fast unerhört, über solch schwere Themen zu sprechen, aber Marvin Gaye fand, dass es in diesem Genre in Ordnung war, seine Ideen und Gefühle offen auszudrücken. Schliesslich geht es genau darum, um die Freiheit der Meinungsäusserung.

October 1971

Duane Allman stirbt bei Motorradunfall


Im August 1971 war mit «At Fillmore East» ein glühendes, karrierebestimmendes Live-Album erschienen, welches den Ruf der The Allman Brothers Band festigte. Seither hatte Allman eine kurze Entziehungskur gemacht und die Band war dabei, ihr nächstes Album «Eat a Peach» fertigzustellen. Duane Allman wurde jedoch am späten Nachmittag des 29. Oktober in der Nähe von Macon, Georgia, beim Ausweichen eines Lastwagens plötzlich von seinem Motorrad geschleudert. Allman der einen Helm trug starb an seinen schweren inneren Verletzungen, da das Motorrad auf ihm landete. Allman war die treibende Kraft in einer der stärksten und intensivsten Formationen Amerikas, in der sich Blues, Country, Jazz und Rock vermischten. Allman war ein sauberer, prägnanter, aber wilder Spieler, der mit seinem Instrument unglaublich verbunden schien.

May 1983

Michael Jackson's erster Moonwalk


Vor 47 Millionen Menschen performte Michael Jackson am 16. Mai 1983 seinen neuen Song «Billie Jean», als sich ein aussergewöhnlicher Moment ereignete, der die Tanzgeschichte veränderte. Es war Jackson, der die Menschen bei seinem Live-Auftritt bei «Motown 25: Yesterday, Today, and Forever» ins Erstaunen versetzte. Er war jedoch nicht der erste mit diesem Dancemove. Nachdem Michael Jacksons Manager gesehen hatte, wie Derek Jaxson den «Backslide» im Fernsehen vorführte, ging er zu ihm und fragte, ob Jaxson dem «King of Pop» den gleichen Move beibringen könnte. Wobei Michael Jackson dem Ganzen noch sein persönliches Flair hinzufügte.

April 1984

Marvin Gaye von Vater erschossen


Eine der leidenschaftlichsten Stimmen der populären Musik, Marvin Gaye, hatte in den 1960er Jahren die Pop-Charts erobert. Mit einer Reihe eingängiger, bewegender Singles etablierte sich Gaye als Hitmacher. Gegen Ende der 1970er Jahre begann sein Privatleben jedoch zu zerbrechen. Er liess sich von seiner Frau scheiden, meldete Konkurs an und zog schliesslich nach Europa, um dem Finanzamt zu entgehen. Zudem kämpfte er mit Depressionen und einer Kokainsucht. Im Jahr seines Todes drohte Gaye mehrfach mit Selbstmord und trotzdem starb er nicht durch seine eigene Hand. Sein Vater erschoss ihn einen Tag vor Marvins 45. Geburtstag nach einem Streit aus nächster Nähe. Er gilt immer noch als musikalische Kraft und hat Generationen von Sängern beeinflusst, darunter Usher.

September 1985

Parental Advisory Label


In Washington D.C. war Tipper Gore, die damalige Ehefrau des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore, von Madonna`s Musik, insbesondere nach ihrem Auftritt an den MTV Video Music Awards 1984, zutiefst beleidigt und half bei der Gründung eines Gremiums besorgter Eltern, deren kleine Kinder den expliziten Inhalten ausgesetzt waren. Inoffiziell bekannt als die «Ehefrauen von Washington» schlossen sie sich zusammen, um Warnhinweise für explizite Musikinhalte zu fordern. Obwohl es viele Kontroversen um das Thema gab, hatten Tipper Gore und ihre Mädels Erfolg mit den «Parental Advisory Labels», die heute auf diversen Albumcovern zu sehen sind.

October 2006

Amy Winehouse's «Rehab»


Amy Winehouse landet mit dem Song «Rehab», welcher auf ihrem zweiten und letzten Studioalbum zu finden ist, der von ihrer Drogen- und Alkoholsucht inspiriert war, einen Hit. Der Song wurde von Mark Ronson produziert und der Songtext ist autobiografisch und adressiert die Verweigerung von WInehouse, sich in eine Rehabilitationsklinik einzuweisen.

July 2011

Amy Winehouse stirbt an Alkoholvergiftung


Die englische Singer-Songwriterin Amy Winehouse, bekannt für ihre krafvolle Stimme und einzigartiger Stil, kämpfte jahrelang gegen ihre Drogen- und Alkoholsucht. Ihre Drogenmissbrauchsprobleme waren oft Futter für die Boulevardpresse und inspirierten einige ihrer Songs. Im Juli 2011 wurde Winehouse tot in ihrer Londoner Wohnung aufgefunden, wo sie an einer Alkoholvergiftung starb.

February 2012

Whitney Houston tot aufgefunden


In einer Badewanne im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles wurde Whitney Houston tot aufgefunden. Ein veröffentlichter Bericht des Gerichtsmediziners gab als Todesursache Ertrinken durch Unfall an, wobei Herzerkrankungen und Kokainkonsum als mitwirkende Faktoren genannt wurden. Im Jahr 2020 wurde Houston in die Rock and Roll Hall-of-Fame aufgenommen.

July 2012

Frank Ocean über seine Sexualität


Ein Journalist wies in seiner Rezension, nachdem er bei einer Hörprobe von Frank Oceans Debütalbum «Channel Orange» dabei war, darauf hin, dass der aufstrebende R&B-Star Frank Ocean in romantischen Liedern männliche Pronomen verwendete. Um den Spekulationen zuvorzukommen, wandte sich Ocean als Reaktion darauf, mit einem offenen Brief zu seiner Sexualität, an die Öffentlichkeit. Ocean äusserte und erklärte, dass er sich früher in seinem Leben in einen Mann verliebte, es aber versäumt hatte, sich selbst ein Etikett zu verpassen. Für seinen Mut, der Welt zu zeigen, wer er wirklich ist, und zu unterstreichen, wie wichtig Sichtbarkeit für die LGBTQ+-Gemeinschaft sein kann, wurde Ocean von vielen Künstlern gelobt.

November 2012

Adeles «21» mit Diamant zertifiziert


Seit Ushers «Confessions» war kein neues Album erschienen, dass mit dem Diamant-Zertifikat (achtstellige Verkaufszahlen) ausgezeichnet wurde, oder auch nur in die Nähe kam. Zur Ausnahme von jeder Regel, die wir über die Verkaufszahlen des 21. Jahrhunderts gelernt zu haben glaubten, wurde Adele. Ihr Album «21», brachte drei Nr-1-Hits in den Billboard-Hot-100-Charts hervor, führte 24 Wochen lang die Billboard-200-Charts an und gewann so gut wie jeden denkbaren Grammy. So erhielt das Album weniger als zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung die Diamant-Zertifizierung der RIAA (Recording Industry Association of America). Es war die letzte Diamant-LP, zumindest bis Adele's nächstes Album veröffentlicht wurde, versteht sich.

February 2013

Beyoncé performt am Super Bowl


Mit dem Album «4» hatte Beyoncés ihr kommerziell am wenigsten erfolgreiches Album hinter sich und die Super Bowl-Halbzeitshow kämpfte damit ihre Identität zu finden, nachdem der Auftritt von The Who im Jahr 2010 ziemlich endgültig bewiesen hatte, dass die klassische Rock-Ära des Super Bowls vorbei war. Trotzdem meisterte Beyoncé ihr Set mit neuen und alten Singles, einschliesslich eines Destiny’s Child-Reunion-Miniset meisterhaft. Der Auftritt wurde gelobt, die Halbzeitshow war wieder da, und Beyoncé hat sich als zuverlässiges Geschäftsmodell für Grossveranstaltungen für den Rest des Jahrzehnts erwiesen.

December 2013

Beyoncé Album überrascht die Welt


Ohne Vorwarnung veröffentlichte Beyoncé 14 neue Songs und 17 Videos in einem, wie sie es nannte, «visuellen Album», das den Titel Beyoncé trägt. Auch Ehemann Jay-Z und die zweijährige Tochter Blue Ivy wirkten mit. Die Platte, die in einer Pressemitteilung als «nicht-lineare Reise durch die Gedanken und Visionen von Beyoncé» beschrieben wurde, die «als umfassendes audio-visuelles Werk von oben nach unten konsumiert werden soll» - löst eine Welle von Überraschungsalben in den nächsten Jahren aus, da Künstler erkannten, dass überraschende Veröffentlichungen im digitalen Streaming-Zeitalter genauso viel Wirkung haben können wie monatelange Vorbereitungen.

May 2014

Aufzugsvideo mit Jay-Z, Beyoncé und Solange veröffentlicht


Das online Magazin «TMZ» veröffentlichte ein Video, in welchem Solange Knowles, die Schwester von Beyoncé, Jay-Z nach dem Met-Ball in einem Aufzug körperlich angriff, während Beyoncé zusah und ein Bodyguard versuchte einzugreifen. Monatelang kursierten Gerüchte darüber, was zu der Situation geführt hatte und wie sie so öffentlich wurde, denn Beyoncé und Jay-Z sind ein notorisch privates Paar. Die Carters mussten die Spekulationen ertragen, während sie gerade ihre gemeinsame Welttournee beendeten. Schliesslich erfuhr die Öffentlichkeit alle Details mit «Lemonade». Es war das sechste Album von Beyoncé, welches von der Kritik gefeiert wurde. Das Album zeigte den Verrat, den Schock, die Wut, die Akzeptanz und die Vergebung, die Beyoncé durchmachte, nachdem sie herausgefunden hatte, dass Jay-Z sie betrogen hatte.

September 2015

Soundtrack «Hamilton»


Der Erfolg von Frozen's «Let It Go» war kein einmaliger Moment für Soundtracks. Der Soundtrack zu Hamilton, einem Musical über Alexander Hamilton feierte ein rekordverdächtiges Chart-Debüt. Die Cast-Aufnahme debütierte auf Platz 12 der Billboard 200-Charts, eine noch nie dagewesene Zahl. Es zeigte, dass eine Cast-Soundtrack-LP im 21. Jahrhundert als kraftvolles, zusammenhängendes, berauschendes Pop-Erlebnis funktionieren kann.

December 2015

Adeles «25» bricht den Verkaufsrekord in der ersten Woche


Eineinhalb Jahrzehnte lang stand der Erstwochen-Verkaufsrekord von *NSYNC in den Geschichtsbüchern. Doch Adeles drittes Album «25» brach den Rekord nicht nur, sondern übertraf ihn, indem das Album in der ersten Woche erstaunliche 3,38 Millionen Mal verkauft wurde. In dieser Woche machte die Platte 41 Prozent aller Albumverkäufe in Amerika aus, also doppelt so viel wie die Alben auf den Plätzen 2 bis 100 der Billboard-200-Charts zusammen.

April 2016

Beyoncé stellt «Lemonade» vor


Als Künstlerin einer gesamten Generation stellte Beyoncé ihr multimediales Beispiel auf dem Sender HBO vor: das visuelle Album «Lemonade». Wenn Beyoncé noch Welten zu erobern hatte, dann hat sie das mit «Lemonade» mit einem einzigen Schlag erreicht. Das Album hat zwar nie einen echten Pop-Radiohit hervorgebracht, aber dennoch das ganze Jahr über die Diskussion beherrscht. Das Album war ikonisch genug, um bei «Saturday Night Live» (SNL) parodiert, von Präsidentschaftskandidaten diskutiert und bei den VMAs im Wesentlichen theatralisch inszeniert zu werden. Der Standard für Pop-Produktionen, den Queen Bey mit ihrem selbstbetitelten Album «Beyoncé» zweieinhalb Jahre zuvor gesetzt hatte, wurde durch das Album in jedem Sinne angehoben.

August 2016

Frank Ocean's Doppelschlag


Frank Ocean veröffentlichte sein Album «Endless» exklusiv auf Apple Music. Diese Veröffentlichung erfüllte auch die vertragliche Verpflichtung gegenüber der Universal Music Group. Einen Tag später veröffentlichte er jedoch ein zweites Album «Blonde», nicht exklusiv auf Apple Music, das von Kritikern allgemein als das bessere Album gelobt wurde. Aufgrund der fehlenden Beteiligung des Labels spielte «Blonde» dem Künstler somit einen weitaus grösseren Teil der Tantiemen ein. Darauf reagierte der Vorsitzende von Universal, indem er Streaming-Exklusivangebote bei dem Musikunternehmen sofort verbot. Somit wurde eine Strategie in der Industrie zunichte gemacht, auf die Musik-Labels fast das ganze letzte Jahr über scharf waren.

April 2018

Beyoncé's Coachella


In dem, was vielleicht für immer als «Beychella» (Beyoncé’s Coachella) bekannt sein wird, zeigt die 2018er Version des Festivals in der kalifornischen Wüste. Der Superstar marschierte mit einer hundertköpfigen Crew auf die Bühne und zeigte mit einer Schar von Multi-Genre-Freunden und Familienmitgliedern und einer dramatisch neuen Vision, was das traditionell rockorientierte Musikfestival sein kann. Der Überraschungsgast J Balvin schrieb Geschichte, indem er den spanischsprachigen Song «Mi Gente» performte, der auch die Bühne für sein komplettes Set beim Coachella im nächsten Jahr mit Rosalía, Sean Paul bereitete.

September 2018

Mac Miller stirbt 26-jährig


In seinen Songtexten erwähnte Mac Miller, mit bürgerlichem Name Malcolm McCormick, oft seinen Kampf mit dem Drogenmissbrauch. Im Alter von nur 26 Jahren starb Mac Miller an einer versehentlichen Überdosis Kokain, Fentanyl und Alkohol in seinem Haus.

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