October 1970
Janis Joplin verliert den Kampf gegen die Drogen
Mit ihrem blues Gesang und ihrer kraftvollen Bühnenpräsenz erobert Janis Joplin die Musikszene von San Francisco, zunächst als Leadsängerin von Big Brother and the Holding Company und später dann als Solokünstlerin. Mit dem Aufschwung ihrer Karriere, wird Joplin trotz mehreren Versuchen clean zu werden, zunehmend heroin- und alkoholabhängig. Im Oktober 1970, weniger als einen Monat nach dem Tod ihrer Rock-Ikone Jimi Hendrix, starb Joplin an einer Überdosis Heroin.
November 1974
Kraftwerk veröffentlichen «Autobahn»
Die deutsche Gruppe Kraftwerk läuteten mit der Veröffentlichung von «Autobahn» das Maschinenzeitalter ein und schufen in ihrem hochmodernen Studio schnittigen Computerpop. Das Stück war ganze 22 Minuten lang über die Monotonie der deutschen Autobahnen. In einer bearbeiteten Version erreichte der Song die US-amerikanischen und britischen Charts und wurde später zu einem grossen Einfluss für Hip-Hop, House und Techno.
January 1975
Der erste «Scratch»
DJ Grand Wizzard Theodore erfand versehentlich den «Scratch». Als er versuchte, eine sich drehende Schallplatte festzuhalten, um seiner Mutter zuzuhören, verursachte der DJ versehentlich das «Shigi-shigi»-Geräusch, das heute als «Scratch» bekannt ist. Der Scratch war der Kern des modernen DJing.
November 1982
«Thriller» wird veröffentlicht
Michael Jackson wurde mit «Thriller», einem der meistverkauften Pop-Alben der Zeit, zu einer weltweiten Ikone. Damals war Jackson 25-jährig, sein Debüt hatte er im Alter von vier Jahren und seinen ersten Hit im Alter von 12 Jahren mit den Jackson 5.
March 1983
80er Hymne der Elektro-Szene
Zur Hymne der elektronischen Musik der 1980er Jahre wurde «Blue Monday» der britischen Elektro-Rock-Band New Order. Der Song wurde damals weltweit in Clubs gespielt und brach den Weltrekord für den Verkauf einer 12-Inch-Single. Inspiriert wurde New Order von Kraftwerk und Donna Summer.
September 1984
Madonna's «Like a Virgin»
Madonna war das Gesicht der 1980er Jahre. Was ihre Karriere jedoch wirklich prägte, waren ihre provokanten Texte in Songs wie «Like a Virgin». Verführerisch und etwas unzüchtig, waren viele schockiert über ihre Performance an den MTV Video Music Awards 1984, welche ihren Ruhm in die Höhe schnellen lies. So wurde sie zu einer musikalischen Ikone, doch nicht jeder war beeindruckt.
September 1998
Britney Spears «Baby One More Time»
Im Oktober 1998 wurde das Musikvideo zu Britney Spears «Baby One More Time» erstmals auf MTV ausgestrahlt. Damit wurde der Beginn des Teenie-Pop-Wahns der späten 90er und frühen 00er Jahre markiert. Mit diesem Song wurde Spears in die internationale Popkultur-Szene katapultiert und wurde sofort zu einer Ikone und eine der kontroversesten und erfolgreichsten Sängerin des 21. Jahrhunderts.
October 2010
Skrillex macht den Dubstep bekannt
Seinen Ursprung hatte der Dubstep bereits in den 1990er Jahren, wobei er eher ein unkommerzieller Musikstil war, dessen Schöpfer und Anhänger am Rande der Popkultur existierten. Skrillex, bürgerlich Sonny John Moore, interessierte sich auch nicht wirklich für den Mainstream, trotzdem erreichte er ihn schnell. Obwohl er von anderen Dubstep-Künstlern und -Fans dafür kritisiert wurde, dass er das Genre zu poppig machte, war er dennoch dafür verantwortlich, dass der Dubstep einem grösseren Publikum bekannt gemacht wurde.
January 2011
Britney Spears bringt Dubstep in den Pop
Das Album «Femme Fatale» brachte die Pop-Legende Britney Spears Anfang des Jahrzehnts sofort wieder an die Spitze der Charts. Doch es war der Erfolg des Tracks «Hold It Against Me», der Auswirkungen weit über die beteiligten Künstler hinausgingen. Der Song war einer der ersten grossen Hits mit einem Dubstep-Breakdown und etablierte das Genre im Pop-Mainstream. Dies war ein Wegbereiter, sodass auch Justin Bieber, Flo Rida, Jay-Z und Kanye West später Dubstep auf ihren Tracks einbauten.
June 2012
Erster öffentlich schwuler Künstler an Chartspitze
Es war weder ein Ereignisalbum noch wurde es mit Gold ausgezeichnet. Aber «Trespassing» von Adam Lambert war ein gutes Album eines sehr guten Popkünstlers und zumindest eine Woche lang war es ein bescheidenes historisches Album. Denn es erreichte die Spitze der Billboard-200-Charts und machte Lambert zum ersten offenen schwulen männlichen Künstler, der die Charts anführte. Es war ein stiller Meilenstein und einer von vielen wichtigen Schritten für die LGBTQ+-Gemeinschaft in der Popmusik.
June 2012
Swedish House Mafia geben Auflösung bekannt
Obwohl sie nur eine Handvoll veröffentlichter Singles vorweisen können, wurde Swedish House Mafia zu einem der herausragendsten Headliner-Acts im Dance- und Popbereich. Die Progressive-House-Supergruppe hatte die Welt der Tourneen erobert, als sie ihre Trennung bekannt gaben. Bevor sie sich jedoch auflösten, gingen sie noch auf eine Welttournee und veröffentlichten ihre bekannteste Single «Don’t You Worry Child». Später Veröffentlichten alle Mitglieder, Sebastian Ingrosso, Axwell und Steve Angello Musik unter ihrem eigenen Künstlernamen.
March 2013
Let's do the «Harlem Shake»
Um den Prozentsatz des nationalen Musikkonsums durch YouTube nicht zu vernachlässigen, kündigte Billboard an, dass sie ihre Charts-Formulierungen ändern würden, um die YouTube-Streaming-Zahlen zu berücksichtigen. Die Auswirkung auf die Charts war unmittelbar und seismisch: «Harlem Shake», zuvor ein unbedeutender Underground-Dance-Hit von DJ Baauer aus Brooklyn, sprang auf Platz 1 der Charts. Dies dank einem viralen Video-Meme, zu welchem der Hit den Soundtrack lieferte. Der Song war damit beliebtester Song des Landes, obwohl die meisten Top-40-Sender noch nichts von seiner Existenz wussten. Das Radio konkurrierte ab diesem Punkt mit dem Internet als wichtigster Motor für Popstars.
April 2013
Kombination aus Disco und Funk
Rapper Pharrell Williams machte bereits seit den frühen 1990er Jahren Musik, ebenso wie das maskierte französische Duo Daft Punk. Doch als sie beschlossen zusammenzuarbeiten, kreierten sie mit «Get Lucky» einen Hit der weltweit an die Spitzen der Charts stürmte. Das Retro-Motiv, eine Kombination aus Disco und Funk, wurde unglaublich populär und zog unzählige Remixe und Coverversionen nach sich.
February 2015
Justin Bieber auf «Jack Ü»-Album
Die beiden Superstar-Produzenten Skrillex und Diplo hatten während einer gemeinsamen 24-stündigen DJ-Performance ihr Kollaborationsprojekt «Jack Ü» dem ahnungslosen Publikum vorgestellt. Das Set wurde von «Take Ü There» angeführt, einer Zusammenarbeit mit Pop-Talent Kiesza und der Rap-Legende Missy Elliott im Remix. Trotzdem wurde der grösste Starauftritt gegen Ende übertroffen, als Justin Bieber unerwartet beim dramatischen Höhepunkt von «Where Are Ü Now» auftauchte, obwohl sich Bieber nach seinen jahrelangen Mini-PR-Katastrophen immer noch im Pop-Exil befand. Der Song war ein sich langsam aufbauender Hit, der nicht nur Bieber's Karriere wiederbelebte, sondern auch Skrillex und Diplo als A-Listen-Pop-Produzenten sowie als Underground-Dance-Helden etablierte.
January 2016
David Bowie verliert gegen den Krebs
Der englische Musiker David Bowie starb in seinem Haus in New York City, nachdem er 18 Monate lang an Leberkrebs gelitten hatte. Er starb zwei Tage nach der Veröffentlichung seines fünfundzwanzigsten Studiualbums «Blackstar», welches am selben Tag wie seinem Geburtstag erschien.
February 2016
SFX meldet Konkurs an
Die explosionsartige Zunahme der Popularität von Dance-Musik in den Vereinigten Staaten um die Jahrtausendwende brachte Begeisterung mit sich. Und damit eine Welle neuer Künstler, wobei Robert Sillerman und seine wiedergeborene SFX Entertainment an der Spitze des EDM-Goldrauschs standen. Das Unternehmen verbrachte vier Jahre damit, kleinere Veranstalter und Festivals aufzuschnappen und ein wahres Tanzmusik-Konglomerat mit einem Download-/Streaming-Service und einer Künstlermanagement-Abteilung zu schaffen. Im Oktober 2013 ging das Unternehmen zu einem Preis von 12 Dollar pro Aktie an die Börse und schon zwei Jahre später verblasste das grosse EDM-Geschäft, und der SFX-Traum war ausgeträumt. Die Aktie stand bei 0,05 Dollar, das Unternehmen war insolvent und Sillerman zum Ausstieg gezwungen.
September 2016
The Chainsmokers erklären sich
Kurz nachdem ihr weltberühmtes Halsey-Duett «Closer» sie zum ersten Mal an die Spitze der Hot 100 gebracht hatte, feierten The Chainsmokers in einer Billboard-Titelgeschichte ihre Coming-out-Party. In der Geschichte wurden sie der Welt zunächst als Act hinter dem Hit «SELFIE» und dann als Produzenten hinter einer Reihe von Frauen gesungenen Pop-Hits vorgestellt. Für einige vorsichtige Kommentare erntete das Duo viel Kritik, in denen es seine eigene Fratzenhaftigkeit betonte, sein Wissen über seine eigenen Social-Media-Kennzahlen darlegte und mit der Größe seines gemeinsamen Penis prahlte. Doch eines wurde durch das Porträt deutlich, EDM erlebte gerade seinen Silicon-Valley-Moment, und Andrew Taggart und Alex Pall waren die führenden Tech-Bros.
April 2018
Avicii nimmt sich das Leben
Als sich die Nachricht von Avicii’s Tod verbreitete, erschütterte sie die Dance-Community und die gesamte Musikwelt. Avicii, einer der herausragendsten und erfolgreichsten jungen Künstler der EDM-Ära, hatte lange Zeit mit körperlichen und psychischen Problemen zu kämpfen. Sein Tod, der später als Selbstmord gemeldet wurde, warf unzählige Fragen zu Unterstützungssystemen innerhalb des Genres auf.