June 1971
das erste Glastonbury Festival
Ein Jahr vor dem Glastonbury Festival, 1970, gab es bereits eine Veranstaltung mit dem schmissigen Titel «Pilton Pop, Blues & Folk Festival», doch 1971 wurde das Wort «Glastonbury» in den Vordergrund gestellt. Performances gab es unter anderem von David Bowie. In den 1980er Jahren entwickelte sich Glastonbury langsam zu dem kolossalen, Dolly Parton liebenden Rummel, der es heute ist.
September 1977
Marc Bolan stirbt bei Verkehrsunfall
Der Rock-Pionier Marc Bolan prägte den Glam und ebnete mit seiner Band, T. Rex, und dessen spacigem Sound den Weg für Künstler wie David Bowie. Bolan symbolisierte die Entwicklung der Rock-Subkultur in den 1970er Jahren, und T. Rex hatte mit Alben wie «Electric Warrior» Erfolg. Obwohl seine Band- und Musikkarriere Mitte der 1970er Jahre ins Stocken geriet, fand Bolan 1977 eine neue Berufung als Moderator der Serie «Marc». Darin trat er und eine Mischung aus neuen und etablierten Musikern, die er zu sich in die Show holte, auf. Eine Woche nach der letzten Folge, in der Bowie und Bolan gemeinsam «Heroes» sangen, verlor Bolan’s Frau bei einem Autounfall die Kontrolle über das Fahrzeug, wobei der Sänger sofort starb.
February 2011
erster Indie-Act gewinnt Grammy für «Album des Jahres»
Als Arcade Fire ihren Grammy für «Album des Jahres» erhielten, hatte die Band noch nicht mal einen Hit in den Billboard-Hot-100-Charts. Der Sieg war eine Bestätigung für eine Underground-Rock-Landschaft, welche durch Websites wie «Pitchfork» und «Stereogum» an Grösse zugenommen hatte. In der Folge darauf, spielten Indie-Veteranen wie LCD Soundsystem und The National in Arenen, ohne auch nur einen Hauch von Mainstream-Radio Zeit zu bekommen.
October 2012
Mumford & Sons's «Babel»
Nachdem das Debütalbum «Sigh No More» von Mumford & Sons zu einem der heimlichen Bestseller des frühen Jahrzehnts geworden war, wurden die hochgesteckten Erwartungen mit der atemberaubenden ersten Woche des zweiten Albums «Babel» erfüllt. Das Album, welches durch seine hymnischen Refrains geprägt ist, gewann einen Grammy für das Album des Jahres und schon bald spielte jeder, von Imagine Dragons über Avicii bis hin zu One Direction «Stadion-Folk».
February 2017
Future löst sich selbst ab
Was ist besser als ein einziges Nummer-Eins-Debütalbum? Gleich zwei, Rücken an Rücken. Future’s Album «HNDRXX» löste sein anderes Album «Future» von der Spitze der Billboard 200 Charts ab. Das zeigte, wie verrückt die Dinge in der Ära des billigen und sofortigen Musikvertriebs und -zugangs werden können. Das Ganze mag ein Verkaufstrick gewesen sein, aber es spiegelte auch das Verhalten des Publikums wider: Die Fans verschlangen neue Musik von grossen Künstlern so schnell, wie diese sie veröffentlichen konnten.
April 2019
jüngste Künstlerin an Chartspitze
An der Spitze der Billboard-Charts im Jahr 2019 war eine Jugendbewegung mit Hits von Künstlern wie Lil Nas X, Khalid und Shawn Mendes. Die Anführerin war zweifellos Billie Eilish, die mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums «When We All Fall Asleep, Where Do We Go?» den Status eines Superstars erreichte. Das Album sorgte sowohl bei den Verkaufszahlen als auch bei den Streams für Furore. Ihr Song «Bad Guy» brachte ihren ersten Nummer-1-Hit in den Hot-100-Charts hervor. So wurde Eilish im Alter von 17 Jahren zur ersten Künstlerin, die seit der Jahrtausendwende geboren wurde, welche die Spitze der Billboard-Charts erreichte und zur jüngsten Künstlerin insgesamt seit Demi Lovato zehn Jahre zuvor. Die Ablösung in der Popmusik für das nächste Jahrzehnt war offiziell eingeleitet.
August 2019
«Old Town Road» bricht Allzeitrekord
Lil Nas X schaffte es mit seinem Hit «Old Town Road» in die Billboard-Geschichtsbücher einzugehen. Der Song war an der Spitze der Charts für eine Rekorddauer von 19 Wochen. Der Hit nutzte jede Gelegenheit zur Viralität, von TikTok-Memes über schlagzeilenträchtige Remixe bis hin zu Kontroversen in den Charts. Er bewies, dass Ende der 2010er Jahre jeder Song von jedem aus dem Nichts auftauchen und zu einem der grössten Hits aller Zeiten werden kann. Vor allem, wenn der Künstler den modernen Musikkonsum und das Internet im Allgemeinen versteht.